Flughafenerlebnisse und ein Urlaub in Kolumbien

Nach über zwei Monaten Freiwilligenarbeit wurde es eindeutig mal Zeit für Urlaub! Ich will ja auch die letzten zwei Monate noch voller Energie arbeiten 🙂 Am 27. April ging es über Aruba also nach Bogota. Auf Aruba hatte ich gleich das erste schöne Erlebnis des Urlaubs. Direkt nach der Landung sah ich schon zwei Flughafenmitarbeiter, die so komische billige Kronen trugen, wie von Burger King. Ich habe mich schon gefragt, was das für ein merkwürdiges Teil der Uniform ist. Vor den Gepäckbändern wurden dann alle Reisenden von Flughafenmitarbeitern in orangenen T-shirts und mit Krone auf dem Kopf begüßt. Jeder hat eine Krone auf den Kopf gesetzt gekommen und wurde darüber aufgeklärt, dass natürlich heute Königstag gefeiert wird. Denn Aruba gehört ja zum Königreich der Niederlande! Alle die sagten, dass sie auch Geburtstag hätten, bekamen sogar ein Ständchen gesungen. Eine ziemlich coole Aktion, auch wenn ich es ein bisschenschade fand, dass die Krone nicht zum offiziellen Outfit gehörte.

Nach Stunden Aufenthalt auf Aruba und zwei kurzen Flügen kam ich in Bogota an. Auf dem Weg zur Passkontrolle entdeckte ich schon die Lufthansa-Maschine mit der meine Schwester eine viertel Stunde vorher gelandet sein musste. Also hab ich mich nichts wie auf gemacht, um sie in der Schlange zu suchen. Und siehe da – ich habe Glück gehabt. Sie stand gaaaanz vorne, kurz vor der Passkontrolle, und ich bin einfach mal ganz dreist unter mindestens fünf Reihen und Absperrungen durchgegangen und ganz schnell am Anfang gelandet. Obwohl ich praktisch nicht gewartet habe, war dann sogar schon mein Rucksack auf dem Gepäckband und wir ganz schnell aus dem Flughafen draußen.

Die nächsten Tage haben wir in Bogota verbracht, in einem Hostel mit dem besten Frühstück der ganzen Reise. Leider war es in Bogota kalt und regnerisch, also sind wir von Anfang an große Fans einer kolumbianischen Kaffee-Kette geworden. In Bogota gabs warme Getränke und an der Küste dann Kalte – perfekt! Ansonsten haben wir in Bogota jede Free-Walking-Tour gemacht, die es gab. Wir sind jetzt bestens informiert über Geschichte, Essen und Graffitti in Bogota.

Nach ein paar Tagen ging es dann mit dem Flugzeug ins deutlich wärmere Cartagena. Auch hier haben wir uns natürlich wieder den verfügbaren Walkingtours angeschlossen. Leider etwas weniger erfolgreich als in Bogota. Eine Stadtführung mit einem kaum englisch sprechenden Guide, der zwar sehr bemüht war, aber leider in zwei Stunden eigentlich keine Infos vermittelt hat, war dann eher umsonst. Dafür war die Food-Tour deutlich besser als in Bogota, vor allem weil sie nur aus einem Bruchteil der Menschen bestand und es dadurch nicht alles so ewig gedauert hat.

Von Cartagena gings mit dem Bus (mit Wifi!) nach Santa Marta. Dort gab es leider keine Walkingtour, also sind wir stattdessen in den Tayrona Nationalpark in der Nähe gefahren.  Für einen Tag hat sich das allerdings fast nicht gelohnt. Wir sind in der super Hitze Berge hoch und wieder runter gelaufen und haben eine überteuerte Cola getrunken, um dann das ganze Stück im Regen wieder zurück zu laufen. Dann doch lieber einen Brownie mit Eis in Santa Marta essen.

Unser nächster Stop war eine Finca in den Bergen. Wir hatten Glück und waren in einem Zimmer weit oben am Berg. Dadurch mussten wir zwar immer super viele Treppen hoch laufen, dafür hatten wir eindeutig den schönsten Ausblick auf die Berge und den Dschungel. Von dort haben wir noch einen Ausflug zu drei kleinen Wasserfällen unternommen und sind auf einen Aussichtspunkt gelaufen, von dem aus man einen noch besseren Ausblick hatte als von unserer Terrasse. Die Strapazen vom bergauf laufen bei unerträglicher Hitze waren dann fast wieder vergessen.

Von der Finca machten wir uns dann wieder auf den Rückweg. Erst waren wir nochmal in Cartagena, wo wir einen Strandtag verbrachten. Dann ging es wieder zurück nach Bogota. Dank Rebis Planänderung hatten wir dort noch gemeinsam einen zusätzlichen Tag, den wir komplett in einem Einkaufszentrum verbrachten. Das besondere Highlight zum Abschluss unserer Reise war dann der neue Avengers Film in 4D – mit wackelnden Stühlen und nach Parfüm riechenden Luftstößen.

Und um das ganze Rund zu machen, hatte ich auf dem Rückweg auch wieder eine schöne Begegnung. Beim Check-In in Aruba musste ich, aus einem mir unbekannten Grund, 3 US Dollar Flughafensteuer bezahlen. Ich schleppe natürlich nicht immer so zum Spaß Dollar mit mir rum (Kreditkarte haben sie natürlich genommen), hatte aber zum Glück Euro dabei, die ich für die Touristenkarte in Suriname brauchte. Habe also 5 Euro gezahlt und 2 Dollar zurück bekommen (was ein schlechtes Geschäft, aber ich war froh, dass ich nicht nur einen 50 Euro Schein dabei hatte. Das wären viele unnötige Dollars geworden :D). Tja, jetzt hatte ich also zwei Dollar – juhu! Die haben aber noch nicht mal gereicht, eine Flasche Wasser am Automaten zu ziehen (3 Dollar!), denn der Flug war verspätet und sowieso hatten alle Geschäfte am Flughafen geschlossen. Ich nutzte also die Zeit, um mir zu überlegen, was man mit zwei Dollar so kreatives anstellen könnte… Gefühlte Ewigkeiten später stand ich dann endlich am Flughafen in Paramaribo in der Schlange für die Touristenkarte. Am Schalter war gerade eine Frau, die verzweifelt vom Schalter zum Geldautomaten lief, ohne Geld wieder zurück zum Schalter, wieder zum Geldautomaten und dann irgendwann auf die Schlange zulief und fragte, ob jemand zwei Dollar für sie hätte. Ich musste erstmal laut lachen, schrie „hier!“ und hielt ihr freudig meine zwei Dollar entgegen.

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